Herzenssache: Beschichtete Stents boomen

„Die Zahl der Herzkranzgefäß-Eingriffe ist auf Rekordstand. Für 2013 wurden in Deutschland gut 335.000 Krankenhausfälle mit dieser Indikation verzeichnet, darunter etwa 53.000 Bypass-Operationen am offenen Herzen. Das geht aus dem Barmer GEK Report Krankenhaus 2014 hervor, den Vertreter der Kasse am Dienstag in Berlin vorgestellt haben.Die Zahl der stationären Patienten, deren verengte Herzkranzgefäße mit Stents und Ballondilatation oder mit Bypass behandelt wurden, sei damit zwischen 2005 und 2013 um vier Prozent gestiegen, berichtete die Leiterin der Untersuchung, Professorin Eva Maria Bitzer. Drei von vier Eingriffen entfielen auf Männer.Im gleichen Zeitraum ist die Zahl der Menschen, die wegen einer koronaren Herzkrankheit im Krankenhaus waren, um 24 Prozent auf 67 Betroffene je 10.000 gesetzlich Versicherte zurückgegangen.Den Widerspruch erklären die Autoren des Reports vor allem damit, dass mehr Menschen, die früher nicht behandelt worden wären, heute behandelt werden, und mit den Wiedereingriffsraten.

Der Einsatz beschichteter Stents hat  im Beobachtungszeitraum um 227 Prozent zugenommen. Das Versprechen einer geringeren Gefahr von Komplikationen und eines erneuten Eingriffs könnten auch die beschichteten Stents nicht halten, sagte Bitzer. Diese Raten in der Routineversorgung lägen bei allen Interventionen binnen fünf Jahren jenseits der 30-Prozent-Marke. Studien legten dagegen nahe, dass die Rate erneuter Eingriffe bei beschichteten Stents nur zwischen drei und vier Prozent liegen dürfe, sagte Bitzer. Ob beschichtete Stents tatsächlich der Goldstandard seien, stehe damit in Frage.“

via Herzenssache: Beschichtete Stents boomen.

Da wird nun doch ein Widerspruch sichtbar, denn einerseits sind die Wiedereingriffszahlen – egal mit welchem Stent – nach diesem Report doch wie immer bei über 30%, jedoch bei den beschichteten Stents „nur“ bei 4% (nach allerdings einem anderen, nicht zitierten Report). Was stimmt denn nun?

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