Ernährung und das Herz II

  • Milchprodukte: Omega 3-Margarine statt Butter, Sojamilch zum Kaffee statt 3,5%-iger Vollmilch? Tatsache ist, dass selbst die Experten hier keine endgültige Antwort haben. „Es scheint keinen eindeutigen Konsensus in den publizierten Studien und unter Experten zu geben, inwieweit Milchprodukte das kardiovaskuläre Risiko beeinflussen“, lautet ihr Fazit.Es scheine zwar eine Assoziation zwischen der Zufuhr mancher Milchprodukte und erhöhten LDL-Spiegel, erhöhtem Frakturrisiko und der Gesamtmortalität zu geben, etwa für Butter und Käse. Aber inwieweit dieser Risikoanstieg eine Rolle spiele, sei unklar. Für sinnvoll halten es die Experten, den Konsum fettreicher Milchprodukten einzuschränken. Diese seien in den USA immerhin eine Hauptquelle für gesättigte Fettsäuren und Salz.
Auf Milchprodukte zu verzichten, ist ihrer Ansicht nach aber nicht förderlich: „Fettreduzierte Milchprodukte sind eine wichtige Quelle für essenzielle Vitamine, Mineralien sowie qualitativ hochwertige Proteine.“

  • Zucker: Beim Zucker ist die Datenlage eindeutig. Immer mehr Studien hätten einen kausalen Zusammenhang zwischen überhöhtem Zuckerkonsum und der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen, Schlaganfällen und der KHK-bedingten Mortalität gezeigt, heißt es in dem Leitfaden. Ein erhöhter Zuckerkonsum fördere Atherosklerose, unabhängig von der Gewichtszunahme.Die Empfehlung der Experten ist daher ganz klar: Weniger Zucker. Konkret sollten Frauen nicht mehr als 100 Kalorien und Männer nicht mehr als 150 Kalorien täglich an zugefügten Zucker zu sich nehmen. Ärzte sollten ihren Patienten generell zu einer vollwertigen Ernährung mit wenigen Fertigprodukten raten und sie darauf sensibilisieren, Lebensmittel auszuwählen, die wenig Zucker enthalten. Ganz besonders kritisch sehen Freeman und Kollegen den Konsum von Softdrinks. Auf derart gesüßte Getränke sollte man möglichst verzichten.

  • Hülsenfrüchte: Überzeugend ist nach Ansicht der Experten der positive kardiovaskuläre Effekt von Hülsenfrüchten, also etwa Bohnen, Linsen, Kichererbsen. „Hülsenfrüchte sollten Bestandteil einer jeglichen Diät sein, die auf eine kardiometabolische Gesundheit abzielt.“ Sie sind reich an Ballaststoffen, Proteinen, Polyphenolen und Saponinen und ihre Aufnahme sei in randomisierten Studien mit einem geringeren KHK-Risiko, verbesserten Glukose- und LDL-C-Werten, einer Senkung des Blutdrucks und einem geringeren Körpergewicht einhergegangen.

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